Soester Hochspringer Falk Wendrich will zur Deutschen Hallenmeisterschaft

Es war die bisher längste Verletzungspause seiner Karriere: 16 Monate lang konnte der Soester Hochspringer Falk Wendrich keine Wettkämpfe absolvieren, nachdem im September 2023 beim Internationalen Stadionfest das Kreuzband in seinem linken Knie gerissen war. Nun gab der 29-Jährige im Trikot des Leichtathletikzentrums (LAZ) Soest endlich sein Comeback. Beim traditionellen Clarholzer Hochsprungmeeting standen für den 2,29 Meter-Springer am Ende zwar nur 2,02 Meter zu Buche, doch Falk Wendrich sieht noch reichlich Potenzial für höhere Höhen.

„2,10 Meter habe ich eigentlich erreicht, bei 2,07 Meter war viel Luft, aber das Timing hat nicht gestimmt, ich bin von oben auf die Latte geknallt und drei Versuche sind dann schnell vorbei“, sagte er nach dem Wettkampf. Das Wichtigste jedoch: Er sei ohne Beschwerden oder Furcht vor weiteren Verletzungen gesprungen. Daher stellte er gleich nach dem Wettkampf klar: „Mein Ziel bleiben erst einmal die 2,10 Meter und die Qualifikation für die Deutsche Hallenmeisterschaft in Dortmund.“ Wichtig seien jetzt in den kommenden Wochen reichlich Techniktraining und vor allem weitere Wettkampfsprünge.

Der U20-Vizeweltmeister aus dem Jahr 2012 hatte in seiner Laufbahn schon reichlich Verletzungspech. Nach dem jüngsten Kreuzbandriss musste er unter anderem seinen großen Traum von den Olympischen Spielen in Paris im vergangenen Sommer begraben. Nun hofft er auf einen Start bei den Olympischen Spielen in Los Angeles im Jahr 2028. „Dann bin ich 33 Jahre alt, das ist kein problematisches Alter, solange ich mein Vorniveau wieder erreiche und mich nicht erneut schwer verletze, werde ich dieses Ziel erreichen“, ist sich Falk Wendrich sicher.

Einen äußerst gelungenen Auftakt in die Hallensaison hat Wendrichs LAZ-Vereinskollege Michel Bottin abgeliefert. Bei einem Wettkampf in der Dortmunder Helmut Körnig-Halle setzte sich der Neffe des erfahrenen LAZ-Trainers Harald Bottin in gleich zwei Disziplinen an die Spitze der Westfälischen Bestenliste seiner Altersklasse. Der Zwölfjährige sprintete die 60 Meter in starken 8,68 Sekunden, für die gleiche Distanz mit Hürdenüberquerung benötigte er 10,22 Sekunden. Im Hürdensprint verbesserte sich der amtierenden Westfalenmeister im Vergleich zu seinem Titelgewinn im September um eine Zehntelsekunde. Höhepunkt seiner Hallensaison wird die Westfälische U14-Meisterschaft in Paderborn am 2. März.

Sebastian Moritz

Publiziert am:

17.1.25