LAZ Soest sucht am ConvoS Talente wie Gina Lückenkemper
Das große Vorbild hat es bis zu den Olympischen Spielen geschafft. Das wissen auch die meisten Schülerinnen und Schüler, die kürzlich durch die Lichtschranken in der Dreifachsporthalle des Soester Schulzentrums sprinteten.
Das Trainerteam des LAZ Soest schaute bei der Talentsichtung am ConvoS ganz genau hin, so zum Beispiel hier beim Standweitsprung.
Foto: Harald Bottin
Beim Sprint durch die Lichtschranken zählte jede Hundertstelsekunde.
Foto: Harald Bottin
Beim Zielwerfen waren Genauigkeit und Geschick gefragt.
Foto: Harald Bottin
Die vielversprechendsten Nachwuchssportler erhielten nach der Talentsichtung eine Einladung zum Schnuppertraining beim LAZ Soest.
Foto: Harald Bottin
Das große Vorbild hat es bis zu den Olympischen Spielen geschafft. Das wissen auch die meisten Schülerinnen und Schüler, die kürzlich durch die Lichtschranken in der Dreifachsporthalle des Soester Schulzentrums sprinteten. Und es gibt durchaus einige Gemeinsamkeiten zwischen Sprinterin Gina Lückenkemper und den Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern des Conrad von Soest Gymnasiums. Nicht nur, dass sie die gleiche Schule besuchen, sie haben auch in jungen Jahren bereits Kontakt zum Leichtathletikzentrum (LAZ) Soest.
Schon seit einigen Jahren hält das Trainerteam des LAZ Soest am ConvoS systematisch Ausschau nach hoffnungsvollen Nachwuchssportlern, so auch jetzt bei der Talentsichtung in der Dreifachhalle. Neben dem Sprint durch die Lichtschranken standen dabei Stationen mit Ziel- und Drehwürfen, Standweitsprung und allgemeiner Koordination auf dem Programm. Insgesamt sichtete das Trainerteam des LAZ mehr als hundert Schülerinnen und Schüler. Diejenigen mit den vielversprechendsten Leistungen erhielten eine Einladung zum Schnuppertraining.
Während die Zehn- und Elfjährigen noch ganz am Anfang ihrer sportlichen Laufbahn stehen, ist Gina Lückenkemper in der internationalen Leichtathletik-Szene bereits ganz oben angekommen. Bei ihren ersten beiden Hallenwettkämpfen auf deutschem Boden in diesem Jahr sprintete sie die 60 Meter in 7,22 Sekunden und setzte sich damit auf Anhieb an Platz zwei der deutschen Bestenliste. Schneller war in der Reihe der deutschen Top-Sprinterinnen in diesem Jahr bisher nur Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) mit einer Saisonbestzeit von 7,21 Sekunden.
Ärgerlich für Gina Lückenkemper: Nach ihren vielversprechenden Auftritten bei Wettkämpfen in Karlsruhe und Düsseldorf musste sie ihre Hallensaison nun wegen einer Verletzung vorzeitig beenden. Im 60 Meter-Vorlauf bei der Düsseldorfer Hallenausgabe des Internationalen Stadionfestes (ISTAF) zog sie sich einen Krampf an der Rückseite des rechten Oberschenkels zu und musste daraufhin auf ihren Start im Endlauf verzichten. Dabei klang sie zunächst noch optimistisch, dass sie bis zum ISTAF in Berlin fünf Tage später wieder fit ist. „Dass ich im Finale nicht gestartet bin, war eine Vorsichtsmaßnahme, es fiel mir schwer, weil ich glaube, dass noch eine sehr viel schnellere Zeit möglich gewesen wäre“, so die 28-Jährige. In Berlin angekommen zeigte eine Untersuchung in der Charité jedoch, dass es sich um eine etwas schwerere muskuläre Verletzung handelt, die eine längere Wettkampfpause erfordert.
Für Gina Lückenkemper ist die Hallensaison somit nach nur zwei Wettkämpfen auf deutschem Boden beendet. Ihr Fokus liegt nun auf der Sommersaison. Höhepunkt ist dann die Weltmeisterschaft in der japanischen Hauptstadt Tokio (13. bis 21. September). Viele der Schülerinnen und Schüler des Conrad von Soest Gymnasiums werden das sicherlich ganz genau verfolgen.
Sebastian Moritz
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Publiziert am:
27.3.25