Feuerwehrmusik leistet wichtigen Beitrag für gesellschaftlichen Zusammenhang
Sie brauchen viel Stehvermögen. Die Jugendlichen, die noch zu Grundschulzeiten einsteigen bei der Feuerwehrmusik in Soest, sie müssen üben, üben und nochmals üben. An die zwei Jahre dauert es, bis sie mit Trommel oder Querflöte mitwirken können im Tambourcorps.
In den Räumlichkeiten der Feuerwehr am Soester Florianweg wird regelmäßig geprobt. Zur Besetzung des Tambourcorps Soest-Mitte zählen: Jens Zickau, Sabrina Trott und Carina Krause (Sopranflöte 1), Sonja Ludwig, Carina Scheiwe und Luca Langhals (Sopranflöte 2), Melanie Reinke (Sopranflöte 3), Sandra Schneider (Sopranflöte 3, Alt- und Tenorflöte), Frauke Drabick (Alt- und Tenorflöte), Evy Faber, Maja Schneider und Andreas Schneider (Altflöte), Nico Krause, Tobias De Vriesere, Sam Ludwig, Jason Ludwig, John De Ganck, Bennet Schneider, Phillip Gries, Stefan Kirchhoff (Kleine Trommel), Kasem Ilyas (Kleine und große Trommel), Dirk Schubert und Friedrich Wulf (Große Trommel und Becken) sowie Stabführer Andre Hänsch.
Foto: Dirk Wilms
Sandra Schneider spielt die Tenor- und Altflöte.
Foto: Dirk Wilms
Luca Langhals (links) und Carina Scheiwe (rechts) spielen die Sopranflöte 2.
Foto: Dirk Wilms
Dirk Schubert (rechts) und Friedrich Wulf geben mit Großer Pauke und Becken den Takt vor.
Foto: Dirk Wilms
Andre Hänsch ist seit 1993 Stabführer in der Nachfolge des unlängst verstorbenen Willi Pelmer.
Foto: Dirk Wilms

Der Tambourcorps Meiningsen-Epsingsen, hier ein Foto vom Schützenfest 2024.
Foto: TK Meiningsen-Epsingsen
Der Tambourcorps Deiringsen, hier ein Foto aus dem Jahr 2023.
Foto: TK Deiringsen

Der Tambourcorps Müllingsen beim Schützenfest 2023 in Hiddingsen.
Foto: Martin Seiger


Sie brauchen viel Stehvermögen. Die Jugendlichen, die noch zu Grundschulzeiten einsteigen bei der Feuerwehrmusik in Soest, sie müssen üben, üben und nochmals üben. An die zwei Jahre dauert es, bis sie mit Trommel oder Querflöte mitwirken können im Tambourcorps. „Sie brauchen einen langen Atem“, weiß Andre Hänsch, Stabführer der Musikanten der Feuerwehr, und lobt die Mädchen und Jungen zugleich für ihren Fleiß. Gemeinsam mit Andreas Schneider, der für die Flötenausbildung zuständig ist, bringt Andre Hänsch dem Nachwuchs den Umgang mit den Trommeln bei. Immer wieder freut er sich über neue Interessierte, die sich der Musik im Tambourcorps verschreiben wollen. „Ab dem dritten Schuljahr können sie einsteigen, aber auch mit 12, 13 Jahren ist es möglich“, macht er den Youngstern Mut, sich an die Notentheorie und die instrumentale Praxis zu wagen.
Andre Hänsch und seinen Mitstreitern ist es über die Jahre gelungen, die Feuerwehrmusik so gut fortzuentwickeln, dass die aus vier Spielleutecorps bestehende Vereinigung mit annähernd 100 Musikerinnen und Musikern jüngst mit dem Heimatpreis der Stadt Soest ausgezeichnet worden ist. Neben dem Tambourcorps Soest-Mitte, den Andre Hänsch leitet, sind dies die Formationen aus Deiringsen, Meiningsen-Epsingsen und Müllingsen. In Soest-Mitte mischen aktuell 24 Männer und Frauen, Mädchen und Jungen mit an den verschiedenen Flöten und Trommeln. Einmal pro Woche wird jeweils mittwochs in den Räumlichkeiten am Florianweg geübt. In der Phase vor großen Auftritten wird die Schlagzahl auf zwei Einheiten erhöht. Das gilt auch für die Wochen vor dem „Tag der Feuerwehrmusik“, der am ersten April-Wochenende in Sendenhorst ansteht. Dort werden sich die Soester Spielleute am Wertungsspielen beteiligen.
Danach beginnt die Saison mit vielfältigen Auftritten bei verschiedenen Veranstaltungen und Festivitäten, die ohne Begleitung durch die Tambourcorps kaum denkbar wären. Dazu zählen Schützen-, Dorf-, Kinder- und Laternenfeste sowie Konzerte, aber auch Einsätze im Rahmen der Dienstmusik der Freiwilligen Feuerwehr, zu der die Musikanten zählen. Dabei stimmen die Trommler und Flötisten einen bunten Strauß an Klängen an. Er reicht von der traditionellen Marschmusik wie dem „Westfalengruß“ und „Preußens Gloria“ über klassische Stücke wie „Musica piccola“, Volkslieder wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ bis zur Unterhaltungsmusik wie „Die Karawane zieht weiter“ sowie Filmmusik wie „Eye of the tiger“.
Damit hat sich die Feuerwehrmusik Soest zu einem musikalischen Botschafter der Stadt Soest entwickelt, was mit der Verleihung des Heimatpreises eine wohlverdiente Würdigung gefunden hat, zumal sie als wichtiger Bestandteil der Geschichte der Stadt einen wesentlichen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der in Soest lebenden Menschen leistet.
Dirk Wilms
Publiziert am:
12.2.25