Die Soester Sportszene bedankt sich beim „Leistungsverwaltungsbeamten“ Eckhard Ruthemeyer

Wenn die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler der Stadt ein Mal im Jahr im „Blauen Saal“ des Soester Rathauses zusammenkommen, tauchen stets viele bekannte Gesichter auf. Doch während die Geehrten in der Regel maximal alle drei Jahre mit der städtischen Sportplakette ausgezeichnet werden können, war einer immer dabei: Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer. Der64-Jährige, der selbst gerne Fußballprofi geworden wäre, hat in den vergangenen 25 Jahren hunderte Sportplaketten verliehen. Im Mittelpunkt standen dabei stets die Sportlerinnen und Sportler, indirekt hatte aber auch der Rathauschef seinen Anteil an diesen sportlichen Höchstleistungen. So hat er im Hintergrund ein Vierteljahrhundert lang die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung der Soester Sportlandschaft gestellt. In Zukunft werden diese Aufgabe andere übernehmen, Eckhard Ruthemeyer tritt bei der Kommunalwahl im Herbst bekanntlich nicht mehr an. Holger Vock, Vorsitzender des Stadtsportverbands, nutzte daher die diesjährige Sportlerehrung, um sich im Namen der Soester Sportszene beim Bürgermeister für seine Verdienste um die Sportlandschaft zu bedanken.

Statt aus dem Profifußballer sei aus Eckhard Ruthemeyer ein „Leistungsverwaltungsbeamter“ geworden, der der Soester Sportszene 25 Jahre lang seinen Stempel aufgedrückt hat, so Holger Vock. Nach seiner Wahl im Jahr 1999 habe der Bürgermeister den Sport in Soest regelrecht wachgeküsst. Zuvor hätten die Prioritäten von Politik und Verwaltung eher in anderen Bereichen gelegen. Unter der Regie von Eckhard Ruthemeyer habe sich die Soester Sportlandschaft hingegen sichtbar weiterentwickelt. Meilensteine der vergangenen Jahre sind der Bau des Kunstrasenplatzes am Ardey, die Tartanrundbahn auf dem Sportplatz am Schulzentrum, die Sanierung des Jahnstadions und der Bau der kürzlich abgebrannten Tennishalle, für deren Wiederaufbau der Bürgermeister bereits die Unterstützung der Stadt zugesagt hat.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt wird Eckhard Ruthemeyer wohl deutlich mehr Zeit haben, sich auch in seiner Freizeit dem Sport zu widmen. Der Stadtsportverband schenkte dem bekennenden BVB-Sympathisanten daher eine Einladung auf die „kleinste Südtribüne der Welt“ im Soester Bäärenkeller. Holger Vock legte dem Bürgermeister nahe, sich für diesen besonderen Fußballnachmittag möglicherweise eine Begleitung zu organisieren. Thomas Nübel, langjähriger Leiter der Abteilung „Schule und Sport“ im Rathaus und Eckhard Ruthemeyers inoffizieller „Sportminister“, erklärte sich spontan bereit, seinen ehemaligen Chef zu begleiten. Der Sport verbindet eben – über die Vereinsgrenzen hinweg und bis in den Ruhestand.

Sebastian Moritz

Publiziert am:

27.3.25