... aus dem Leben

„Krippe der 1000“ in Neu St. Thomä erzählt Weihnachtsgeschichte neu

Hirten und Schafe – klassisch gestaltete Figuren von Kindern und Erzieherinnen der Soester Kita Sonnenborg 

Foto: Hans-Albert Limbrock

Superintendent Manuel Schilling mit Kindern aus dem Jona-Kindergarten Bad Sassendorf hat er sich die Figuren angeschaut.

Foto: Hans-Albert Limbrock

In der Bibel steht viel. Aber leider auch nicht alles. Hinweise, ob sich Moränen, Teufelsrochen, Mäuse, Schlangen oder gar die Bad Sassendorfer Hebamme Johanna Volke wirklich auf den Weg zur Krippe nach Bethlehem gemacht haben, wird man im Buch der Bücher nicht finden. Aber das ist im Grunde auch gar nicht wichtig. Viel wichtiger ist, dass sie nun Teil einer eigenen, ganz und gar wunderbaren Weihnachtsgeschichte sind, die in der Kirche Neu St. Thomä noch bis zum 8. Januar präsentiert wird.

Über 1.200 Figuren haben kleine und große Hände aus dem Kirchenkreis Soest-Arnsberg in Kindertagestätten, in Frauen- und Männertreffs sowie bei Konfirmanden- und Jugendgruppen  in den vergangenen Wochen aus Ton geformt und gestaltet und in der historischen Kirche auf den Weg zur heiligen Familie nach Bethlehem geschickt. Entstanden ist so die vermutlich größte Krippe der Welt – zumindest, was die Anzahl der Figuren betrifft.

„Ich bin schlicht und einfach überwältigt“, freute sich Superintendent Manuel Schilling beim Aufbau über die große Resonanz. „Ich habe zwar gehofft, dass sich Menschen in unserem Kirchenkreis von unserer Idee begeistern lassen; aber mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Das ist schlicht und einfach großartig.“

Ende Oktober wurden fast 1,5 Tonnen Ton angeliefert und an die 29 Kirchengemeinden zwischen Medebach und Möhnesee, Wickede und Geseke verteilt.  „Auf den ersten Blick“, so Schilling, „wird man vermutlich von der Masse der Figuren fast erschlagen. Doch es lohnt sich, sehr genau hinzuschauen, denn erst dann sieht man diese unglaubliche Bandbreite und erfährt, mit wie viel Fantasie, aber auch Empathie diese Figuren geschaffen worden sind.“

Für den Superintendenten ist die „Krippe der 1000“ der sichtbare Beweis, dass die über 2000 Jahre alte Geschichte auch heute noch lebt und die Menschen – kleine wie große – in ihren Bann zieht: „Das ist die eigentliche Botschaft unserer Krippe, die eine unheimliche Kraft in sich trägt und ausstrahlt. Für mich ist sie ein hell leuchtender Lichtstrahl in diesen gewiss nicht einfachen Zeiten.“ Ein Besuch lohnt sich, denn es ist ein „Lichtstrahl in schwierigen Zeiten“.

Hans-Albert Limbrock

Weitere Infos:

https://www.evkirche-so-ar.de/aktuell/nachrichten/2021/06/04-06-2021-kopie-2spaltig-1-7

Auch die „Kult-Hebamme“ Johanna Volke hat mit Hund und Fahrrad Modell gestanden.

Foto: Hans-Albert Limbrock

Mittendrin statt nur dabei: die Heiligen drei Könige

Foto: Hans-Albert Limbrock

Keep on rocking: Ob er dem Jesus-Kind in der Krippe ein Wiegenlied spielt?

Foto: Hans-Albert Limbrock

Gesundheitlich bedenklich, aber in der Ausführung einzigartig. Kettenraucher Heinrich auf dem Weg zur Krippe

Foto: Hans-Albert Limbrock

Schülerinnen und Schüler der Bodelschwingh-Schule haben die großen Figuren für die „Hauptkrippe“ gestaltet

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Petri-Pfarrer Christian Casdorff legte beim Aufbau selbst Hand an

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Kindergarten-Fachberaterin Charlotte Bierkamp schickt einen Engel auf Reisen

Foto: Hans-Albert Limbrock