... aus dem Leben

Eier von glücklichen Hühnern aus Ampen

Kümmern sich um ihre Hühner auf dem Hof Behrens-Witteborg in Ampen: Christoph Behrens-Witteborg und Svenja Derkmann

Foto: Klaus Bunte

Svenja Derkmann und Christoph Behrens-Witteborg haben sich für artgerechte Haltung entschieden. „Angefangen haben wir mit etwa zwanzig Hühnern“, sagt der Hausherr des Hofes Behrens-Witteborg in Ampen: „Wir haben dann aus einem alten Transporter einen ersten Stall gebaut, aber ideal war das nicht.“ Folgerichtig kam der erste mobile Stall. Mittlerweile ist die Anzahl der fröhlich gackernden Hühner schon auf 200 angewachsen. Zum Jahresbeginn 2022 kommt ein größerer mobiler Stall auf den Hof. Gebraucht gekauft, „denn auf einen neuen wartet man ein halbes Jahr, und sie sind zudem teuer zudem.“

450 Tiere sollen es dann werden. 

Ein Teil der Tiere läuft nach wie vor frei auf dem Hof herum, begleitet von zwei Minischweinen – die halten Beutetiere ab. „Die gehen immer auf Nummer sicher und entfernen sich nur dann vom Stall, wenn es noch andere Möglichkeiten gibt, sich zu verkriechen“, erklärt Christoph Behrens-Witteborg. Die hat er durch Gehölz und abgestellte Anhänger reichlich geschaffen. „Und wir verschaffen ihnen Beschäftigung zum Beispiel durch Strohballen, in die wir Körner drücken, die sie dann herauspicken müssen.“

Die Amper Eier gibt es nur auf Hof zu kaufen; im Hoflanden oder im 24-Stunden-Automaten. Der erhöhte Aufwand hat seinen Preis: Drei Euro kostet ein Zehnerkarton. Das Tierwohl und zu wissen, woher die Eier kommen, ist es vielen Kunden aber wert, wie die ständig steigende Nachfrage zeigt. Ein Kostenfaktor ist auch der Eierkarton. „Wir nehmen zwar die günstigsten Verpackungen, aber auch die haben ihren Preis“, sagt Svenja Derkmann. Aufgrund der Salmonellengefahr ist es gesetzlich verboten, gebrauchte Kartons zurücknehmen, es sei denn, der Kunde befüllt sie oder eine Dauerbox aus Plastik eigenhändig.

Klaus Bunte

 

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