... aus dem Kirmesleben

Kirmeslied von Anja Heymann: „Einmal im Jahr…“

Anja Heymann mit ihrer Gitarre singt ein Kirmeslied
Er gilt als Erfinder der Jägerken-Pins mit Kirmesmotiv, die es seit 1998 gibt. Nachdem lange Jahre nur das „nackte“ Jägerken als Pin die Jacken und Mäntel der Soester Kirmesbesucher schmückte, bekam das Jägerken dank Andreas Müller erstmals einen Kirmesbezug und stand freudestrahlend vorm Riesenrad. „Die Soester waren begeistert“, erinnert ...

Singt und spielt ihr Kirmeslied: Anja Heymann

… ist Soest für fünf Tage außer Rand und Band. Anja Heymann beschreibt im Buch „Soester Kirmesgeschichten – Teil 5“ ihre Kirmes in Wort und Lied: Durch die Luft schweben süße und herzhafte Düfte. Bunte Lichter tauchen die Stadt in ein ungewohntes Farbgewand. Der sonst so dominierende Grünsandstein tritt in den Hintergrund. Mit jedem Schritt ändert sich die Geräuschkulisse, das ganze Frequenzspektrum durchströmt den Körper.

In der frühen Dämmerung füllen sich die Straßen, Gassen und Plätze. Ein tolles Ambiente. Alle Sinne werden hochgradig beansprucht. Appetit erwacht. Ein leckeres Fischbrötchen oder eine Bratwurst, später das heimische Zwiebelbier und als Krönung natürlich ein Bullenauge. Der Kirmeseinstieg ist gelungen und mit einer Waffeltüte voller Leckereien für den späteren Abend in der Hand, haben wir bereits den nächsten Tag im Kopf. Da findet der berühmte Soester Pferdemarkt statt.

Doch der Donnerstag ist dieses Jahr etwas anders. Der Bürgermeister hat mich zum Gästebummel eingeladen. Denn neben den Ratsmitgliedern und etlichen „Größen“ von Nah und Fern stehen auch die Ortsvorsteher auf der Gästeliste. Also warum nicht mal die Kirmes aus dieser Perspektive erleben? Es ergeben sich schöne Stunden mit netten Personen und interessanten Gesprächen.

Mein Kirmesfeeling ist in diesem Jahr geprägt von Daten, Fakten, Zahlen und Geschichten aus der Soester Historie. Als frischgebackene Gästeführerin erscheint der ganze Rummel in einem neuen Licht – noch intensiver, noch beeindruckender. Den ganzen Sommer über hatte ich den Besuchern unserer mittelalterlich geprägten Hansestadt die schönsten Ansichten gezeigt und allerhand wissenswertes vermittelt. So hat sich auch mein Blickwinkel verändert, mit dem ich nun die Allerheiligenkirmes erlebe. Dieses Gefühl muss aufs Papier gebracht werden! Nach den lyrischen Zeilen formt sich dazu bereits eine Melodie in meinem Kopf.

Liedtexte oder Gedichte schreiben sind für mich eine wunderbare Art, meine Eindrücke und Gedanken zu verarbeiten. Wohl bekannt ist mir natürlich das „Soester Kirmeslied“ aus dem letzten Jahrhundert. Damals schien die Kirmes beschaulicher zu sein. Für einen blanken Taler bekam man die halbe Welt geschenkt und das rege Treiben auf dem Pferdemarkt war vom Handel und Wandel geprägt. Die Allerheiligenkirmes hat ihr Gesicht verändert und somit auch die Art und Weise sie zu feiern. In diesem Sinne ist mein Lied entstanden.

Höre dir Anja Heymanns Kirmeslied an: