... aus der Kultur

„Begegnungen mit Beethoven“ bei der Musikschule Soest

Der nagelneue Veranstaltungskalender der Musikschule Soest hat es wahrlich in sich. Spannend sind im September die beiden „Begegnungen mit Beethoven“, die ursprünglich für letztes Jahr angesetzt waren. Am 12. September geht es im Sassendorfer Hof Haulle los mit „In Noten und Nöten versunken...“: Sind Beethovens Briefe literarische Kostbarkeiten? – Gewiss nicht. Wie auch Beethoven nicht in dem Sinne Literat war wie etwa Robert Schumann oder Karl Maria von Weber. Sind sie überhaupt Kostbarkeiten? – Ohne Frage. Sie sind nicht nur rasch hingeworfene, orthographisch oft willkürliche Mitteilungen an Freunde und Verleger, Dokumente der Eingebung des Augenblicks.... Weiter geht’s am 26. September in der Stadthalle Soest mit „Beethoven als Sinfoniker“: Als junger Virtuose wird Ludwig van Beethoven vor allem für sein brillantes Klavierspiel und seine phantasievollen Improvisationen gefeiert. Aus einfachsten Tönen kann er aus dem Stegreif heraus immer neue Melodien entwickeln. Für sich selbst schreibt er in den Noten oft nur einzelne Motive auf, als Erinnerungsstützen. Seine fertigen Werke spielt er aus dem Gedächtnis oder erfindet sie beim Spielen einfach neu. Genauso beginnt sein 5. Klavierkonzert in Es-Dur: wie eine freie Fantasie, eine Solo-Kadenz mit rauschenden Passagen. Allerdings ist hier jede Note aufgeschrieben, denn 1809, mit knapp vierzig Jahren, ist Beethoven fast vollständig taub. Er kann sein op. 73 nicht mehr selbst aufführen und traut das auch keinem anderen mehr zu. Jede Kleinigkeit wird exakt in den Noten festgehalten.

Spielen und lesen am 12.09. bei der „2. Begegnung mit Ludwig“: Jin Kim, Violine, Bernd-Udo Winker, Viola, Ulrich Rikus, Cello, Annette Arnsmeier, Klavier und Dorothee Lindner, Rezitation

Foto: Musikschule Soest

Der nagelneue Veranstaltungskalender der Musikschule Soest hat es wahrlich in sich. Spannend sind im September die beiden „Begegnungen mit Beethoven“, die ursprünglich für letztes Jahr angesetzt waren. Am 12. September geht es im Sassendorfer Hof Haulle los mit „In Noten und Nöten versunken…“: Sind Beethovens Briefe literarische Kostbarkeiten? – Gewiss nicht. Wie auch Beethoven nicht in dem Sinne Literat war wie etwa Robert Schumann oder Karl Maria von Weber. Sind sie überhaupt Kostbarkeiten? – Ohne Frage. Sie sind nicht nur rasch hingeworfene, orthographisch oft willkürliche Mitteilungen an Freunde und Verleger, Dokumente der Eingebung des Augenblicks….

Weiter geht’s am 26. September in der Stadthalle Soest mit „Beethoven als Sinfoniker“: Als junger Virtuose wird Ludwig van Beethoven vor allem für sein brillantes Klavierspiel und seine phantasievollen Improvisationen gefeiert. Aus einfachsten Tönen kann er aus dem Stegreif heraus immer neue Melodien entwickeln. Für sich selbst schreibt er in den Noten oft nur einzelne Motive auf, als Erinnerungsstützen. Seine fertigen Werke spielt er aus dem Gedächtnis oder erfindet sie beim Spielen einfach neu. Genauso beginnt sein 5. Klavierkonzert in Es-Dur: wie eine freie Fantasie, eine Solo-Kadenz mit rauschenden Passagen. Allerdings ist hier jede Note aufgeschrieben, denn 1809, mit knapp vierzig Jahren, ist Beethoven fast vollständig taub. Er kann sein op. 73 nicht mehr selbst aufführen und traut das auch keinem anderen mehr zu. Jede Kleinigkeit wird exakt in den Noten festgehalten.

Spielt Klavier am 26.09. bei der „3. Begegnung mit Ludwig“: Christoph Hengst

Foto: Musikschule Soest