... aus dem Leben

Endlich „Zuhause“: Wie „Sasa“ zu Meiberg kam

Ende September 2019 flatterte eine außergewöhnliche Bewerbung auf den Schreibtisch von Dirk Meiberg. Benoit Lundoloka Kamalandua bewarb sich um einen Ausbildungsplatz als Berufskraftfahrer. In seinem Bewerbungsschreiben vom 24.09. hatte er geschrieben: „Sie werden sich vielleicht wundern, weshalb ich mich in Soest um einen Ausbildungsplatz bewerbe und derzeit einen Wohnsitz ...

Ende September 2019 flatterte eine außergewöhnliche Bewerbung auf den Schreibtisch von Dirk Meiberg. Benoit Lundoloka Kamalandua bewarb sich um einen Ausbildungsplatz als Berufskraftfahrer. In seinem Bewerbungsschreiben vom 24.09. hatte er geschrieben: „Sie werden sich vielleicht wundern, weshalb ich mich in Soest um einen Ausbildungsplatz bewerbe und derzeit einen Wohnsitz nahe München habe. Aber meine Frau und meine beiden Kinder leben in Lippstadt, und ich möchte meinen Lebensmittelpunkt schnellstmöglich zu meiner Familie verlegen.“

Dirk Meiberg zögerte nicht eine Sekunde und lud ihn zum Vorstellungsgespräch ein. Die Chemie zwischen beiden stimmte auf Anhieb. Und so startete er am 3. August 2020 als Berufskraftfahrer bei der Spedition Meiberg. „Sein Name war uns aber ein wenig zu lang“, sagt Dirk Meiberg: „Wir dürfen ihn einfach ‚Sasa‘ nennen.“ Sein Weg vom Kongo, wo er am 24.09.1989 in Matadi das Licht der Welt erblickte, bis nach Ampen, wo die Spedition Meiberg seit 1923 ansässig ist, war abenteuerlich.

In Matadi, der Hauptstadt der Provinz Kongo Central, war er auf das Gymnasium Institut CBCO  Songololo gegangen und arbeitete später als Automechaniker und fuhr Taxi. 2012 kam „Sasa“ nach Deutschland. Zuerst nach Aachen, dann nach Dortmund in eine Asyl-Wohnung. „Nach drei Wochen wurde ich dann nach München geschickt“, erinnert sich Sasa an seine Zeit in einem großen Asylzentrum in der bayrischen Hauptstadt. Seine Frau, die er schon im Kongo kennengelernt hatte, kam erst 2015 nach Deutschland. Da arbeitete Sasa als Reinigungskraft im Klinikum München Ost. Dann machte er ein Praktikum zum Kfz-Mechaniker bei der Firma Mannseicher. Da war er schon näher dran an seinem Traumjob, aber noch nicht nah genug an seiner Familie. „Es ist mein absoluter Traum, Berufskraftfahrer zu werden“, waren seine ersten Worte im Bewerbungsschreiben an die Spedition Meiberg.“ Sie trafen auf fruchtbaren Boden. Jetzt ist er nah bei seiner Familie – endlich „Zuhause“ …