... aus dem Leben

Roland Hansel legt die Schere aus der Hand

Nach über 40 Jahren Selbstständigkeit hat Roland Hansel jetzt die Schere aus der Hand gelegt. Fast sein ganzes Berufsleben hat der heute 67-jährige dafür gesorgt, dass die Soester stets mit schönen Frisuren durch ihre Stadt laufen konnten. Jetzt ist Schicht, denn der gebürtige Soester möchte endlich mehr Zeit haben für seine Hobbies.

Roland Hansel hat von 1975 bis 1980 als Geselle bei Hans-Georg Mettbach, alias „Beppo“ gearbeitet: „Das waren tolle Jahre. Ich habe viel von ihm gelernt“, blickt er auf die Zeit zurück, in der er seinen Meister machte, bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Roland Hansel zog ein paar Mal mit seinem Salon um, bevor er am Großen Teich im Haus des Konditors Wolfgang Sauerland heimisch wurde. Hier machte er nun auch seinen „goldenen Schnitt“. Einer seiner letzten Kunden war gleichzeitig auch einer seiner ersten. Kurz bevor Roland Hansel die Lichter in seinem Salon zum letzten Mal ausmachte, tauchte plötzlich Andre Knappstein auf und überreichte seinem sichtlich gerührten Frisör eine riesengroße Torte mit der Fassade des Salon Roland aus Marzipan und Schokolade: „Der Andre war über 40 Jahre mein Kunde und ist jetzt extra aus Werne hierher gefahren. Der Hammer!“

Künftig heißen seine Ziele öfter Nord- und Ostsee statt „Salon Roland“ am Teich. „Ab in die Natur ist jetzt Trumpf: ob mit dem Cabrio, dem Motorrad oder dem Fahrrad: „Hauptsache raus.“ Jetzt ist auch mehr Zeit, um den Körper in der „Muckibude“ für die nächste Sommersaison zu präparieren…